RheinPfalz, Rezension Konzert Creole Festival 2018:

Mit animalischer Fresslust haben sich die vier BalCannibals die reiche Musikkultur der fahrenden Völker Südosteuropas einverleibt und daraus ihr eigenwilliges Repertoire aufgebaut. Das changiert zwischen Jazz, Weltmusik, Roots und Folk und kommt unverkrampft und zuweilen improvisatorisch angereichert daher. Geigerin / Sängerin Anti von Klewitz verblüfft mit ihrem surreal klingenden Gesang in Balkan-Sprachen, fingerflinker Bogenkunst und hintergründig-humorvoller Spiellust. Der Sound des Quartetts changiert zwischen schräg, schrill, schön und tragisch, taumelnd, temporeich, eine unerschrockene Stilmelange zwischen Sinti-Jazz, coolem Groove und barock-balkanesker Volksmusik.

Anti & the BalCannibals

Hier haben sich vier Musiker mit jeweils recht ungeraden musikalischen Karrieren und den unterschiedlichsten stilistischen Hintergründen zu einem Quartett in sehr eigenwilliger Besetzung zusammengefunden. Sie schreiben sich weder "Roots" noch "Fusion" auf die Fahne und die Entwicklung von Repertoire und künstlerischem Profil ergibt sich zugleich unbeabsichtigt und unvermeidlich.

Verzaubert fühlen die vier sich dazu vor allem von dem Swing, Drive und der Wehmut der Musik der Stadtzigeuner Rumäniens, insbesondere der schnellen, bereits stark orientalisch beeinflussten Tanzmelodien, den Mahalas. Die Band stellt sich der Herausforderung, den dichten, kraftvollen Groove dieser Musik in dieser originellen Besetzung rüber zu bringen, mit z.T. ungewöhnlichen instrumentalen Techniken.

Zu all diesem gebe man eine gute Portion Lust am Improvisieren und man erhält Anti & the BalCannibals. Mit wahrhaft kannibalischem Hunger verleiben die vier Stammesmitglieder sich nämlich Elemente anderer musikalischer Sprachen ein. Wir wünschen guten Appetit bei diesem serbochromatischen Puszta-Teller. Darin sind Latin, Funk und Jazz auch keine Fremdkörper mehr, sondern neue Zutaten in einem alten Rezept. Welches wir, bei aller vergnügter Respektlosigkeit, zutiefst verehren. Hauptsache es swingt!

BalCannibals will Sie lachen und weinen sehen. Dafür spielen sie auch gerne "konsequent vorbei am Trend".
Die erste CD, Foreign Service, ist in 2007 erschienen, die zweite CD, Reinen Herzens in 2009.





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Rezensionen

Märkische Allgemeine Zeitung

With A Pure Heart

 "I have no father, no mother, no god / no grave and no cradle / no sweetheart, no kiss."

Foreign Service

 Erste CD 2007: New Morning Records UR 016